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Im Januar haben die Niedersächsischen Landesforsten ihre letzte in Betrieb befindliche Entrindungsmaschine außer Dienst gestellt. Wurden bei Inbetriebnahme der Maschine noch Jahresleistungen von über 50.000 fm Stammholz bearbeitet, so betrug die Leistung im Jahr 2010 gerade noch 2.500 fm Stammholz. Was hat das mit Brennholz zu tun? Direkt nichts, aber indirekt berührt auch die Brennholzproduzenten dieses Thema. Schon längst ist aus früherem Abfall aus der Produktion ein hochinteressanter Rohstoff geworden. Darum kaufen die Sägewerke ihr Stammholz mit Rinde, schälen die Stämme in eigener Regie und haben sich damit einen weiteren Absatzmarkt geschaffen.
Bislang wurden die Abfälle bei der Scheitholzproduktion recht stiefmütterlich behandelt. Für manch einen Betrieb stellten und stellen sie auch heute noch ein Problem dar. Leider können die meisten Betriebe wegen des hohen Aufwandes in Relation zur eigentlichen Betriebsgröße die anfallenden Abfälle schlecht trennen. Desweiteren spielt die Lagerung bis zur Weiterverwendung eine erhebliche Rolle. Hier ist ein Umdenken erforderlich. Machen wir mal einen gedanklichen Schnitt und denken diese Tatsache konsequent zu Ende. Ab sofort produziert damit kein Betrieb mehr Holzabfälle, sondern neben seinem Scheitholz einen weiteren Rohstoff, die Holz-Biomasse.
Mit diesem Bewusstsein der Betriebe schält sich auch ein großes Plus für den Verbraucher heraus. Oft wird diese Biomasse dem Verbraucher mit seinem Scheitholz zusammen geliefert. Bis auf ein paar Spleten/Holzspreissel zum Anzünden des Feuers ist diese Biomasse aber für den Verbraucher tatsächlich Abfall, den dieser auch noch entsorgen muss. Es wundert mich immer wieder, wie sich der Verbraucher per Telefon eine Übersicht des Preis-/Leistungsverhältnisses der verschiedenen Betriebe verschaffen will. In der Regel wird nach dem Preis gefragt und eventuell noch, nach welcher Maßeinheit geliefert wird. Schon sind die Parameter für einen Preisvergleich erfüllt und die Bestellung kann erfolgen.
Dabei muss der Kunde noch nicht einmal eine schlechte Ware bekommen. Hätte er aber seine Vergleichsparameter um ein paar Daten erweitert, hätte er für den gleichen Preis eine qualitativ deutlich hochwertigere Ware erhalten können. Neben der Frage nach der Beschaffenheit der Holzscheite bezüglich ihrer Größe spielt natürlich die Restfeuchte eine wesentliche Rolle für einen objektiven Preisvergleich. 5 % weniger Restfeuchte im Holz ergeben eine höhere Heizleistung von ca. 20%.
Weniger ums Geld, als vielmehr um einen deutlichen Qualitätsgewinn geht es aber bei der Reinigung des Scheitholzes von Staub, loser Rinde, Spleten/Holzspreisseln und sonstigen Verunreinigungen. Die Mitgliedsbetriebe des Verbandes haben sich einer hohen Qualität ihrer Produkte verschrieben. Dabei kann die Qualität unter den einzelnen Betrieben durchaus unterschiedlich sein. Eines aber gilt für alle Betriebe: Die Qualitätskriterien des Verbandes sollen erfüllt werden und alle informieren den Verbraucher offen, ehrlich und transparent über ihre Leistungen.
Zum Schluss ein einfacher Rat an unsere Brennholzkunden: Schauen Sie sich den eventuellen Lieferbetrieb wenn möglich vor der Bestellung an. Ein Preis am Telefon erfragt, hat kaum eine Aussage. Nur so viel lässt sich feststellen. "Qualität muss nicht teuer sein, ist aber auf keinen Fall billig zu haben!"
Klaus Egly, 1. Vorsitzender
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