HKI begrüßt erste Verbesserungen im GModG-Entwurf

Zwei zentrale Forderungen der Branche bereits berücksichtigt – weiterer Anpassungsbedarf bleibt bestehen


Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. sieht im von der Bundesregierung beschlossenen Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) erste wichtige Verbesserungen für die Holzwärme. Zwei zentrale Kritikpunkte der Branche – die gesetzliche Verankerung des Kaskadenprinzips sowie die Verknüpfung mit der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) – finden sich im aktuellen Regierungsentwurf nicht mehr wieder. Der Verband wertet dies als wichtigen Zwischenerfolg, sieht jedoch weiteren Anpassungsbedarf im parlamentarischen Verfahren.


Der Verband sieht darin einen wichtigen ersten Erfolg der gemeinsamen Interessenvertretung von Herstellern moderner Feuerstätten, Brennstoffanbietern und weiteren Akteuren der Holzwärmebranche.


„Es freut uns, dass zwei zentrale Kritikpunkte aus den ursprünglichen Überlegungen der Bundesregierung nicht mehr Bestandteil des Gesetzentwurfs sind. Dies zeigt, dass die fachlichen Argumente der betroffenen Branchen gehört wurden“, erklärt Frank Kienle, HKI-Geschäftsführer.


Aus Sicht des Verbandes wäre sowohl die gesetzliche Festlegung des Kaskadenprinzips als auch die Verknüpfung mit der EUDR mit erheblichen praktischen Problemen verbunden gewesen. Während die energetische Nutzung von Rest- und Nebenprodukten aus Forstwirtschaft und Holzverarbeitung bereits heute einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren Wärmeversorgung leistet, hätte die vorgesehene EUDR-Regelung zu zusätzlichen Unsicherheiten entlang der Brennstofflieferkette geführt.


Trotz dieser positiven Entwicklung sieht der HKI weiterhin Anpassungsbedarf im weiteren Gesetzgebungsverfahren. Insbesondere setzt sich der Verband für die uneingeschränkte Anerkennung moderner Einzelraumfeuerstätten innerhalb der sogenannten Biotreppe ein. Darüber hinaus fordert der HKI, den bisherigen Primärenergiefaktor von 0,2 für Holz beizubehalten und damit die tatsächlichen Beiträge der Holzwärme zu Klimaschutz, Versorgungssicherheit und erneuerbarer Wärme angemessen zu berücksichtigen. Auch bei den Nachweis- und Dokumentationspflichten müsse dringend nachgebessert werden.


Holzwärme leistet bereits heute einen bedeutenden Beitrag zur Wärmewende. Allein in Deutschland sind rund 11,7 Millionen Einzelraumfeuerstätten installiert. Insbesondere in Kombination mit Wärmepumpen können moderne Feuerstätten Lastspitzen abdecken, die Stromnetze entlasten und die Versorgungssicherheit erhöhen. Gleichzeitig eröffnet die hybride Kombination die Möglichkeit, Wärmepumpen bedarfsgerechter und damit oftmals kleiner auszulegen. Dies kann die Investitionskosten reduzieren und die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems verbessern. Darüber hinaus stärken moderne Feuerstätten die Resilienz von Gebäuden und leisten insbesondere in Krisensituationen einen wichtigen Beitrag zur Wärmeversorgung.


Der HKI wird sich gemeinsam mit seinen Partnerverbänden auch im parlamentarischen Verfahren weiterhin konstruktiv einbringen, damit die angekündigte Technologieoffenheit der Bundesregierung im Bereich der Wärmeerzeugung umfassend im Gesetz verankert wird.



Die vollständige HKI-Stellungnahme zum Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes kann von interessierten Fachmedien beim Verband angefordert werden.

3. Juli 2026
Im Rahmen eines gemeinsamen Branchenwochenendes in der Pfalz kamen Ende Mai die Mitglieder der HKI-Fachabteilung Brennholz & Biomasse zu ihrer turnusmäßigen Sitzung zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle politische Entwicklungen, die weitere Positionierung der Holzenergie sowie laufende Projekte und Aktivitäten der Fachabteilung. Ein Schwerpunkt der Beratungen waren die aktuellen Rahmenbedingungen für die energetische Holznutzung auf nationaler und europäischer Ebene. Die Teilnehmer informierten sich über politische Vorhaben in Berlin und Brüssel sowie deren mögliche Auswirkungen auf die Branche. Gleichzeitig wurde die Bedeutung einer starken Interessenvertretung und eines kontinuierlichen Austauschs mit Politik, Behörden und weiteren Branchenpartnern hervorgehoben. Darüber hinaus standen die Öffentlichkeitsarbeit für die Holzenergie, kommende Messeaktivitäten sowie aktuelle Entwicklungen innerhalb der Branche auf der Agenda. Begleitet wurde die Veranstaltung von Fachvorträgen und zahlreichen Gelegenheiten zum fachlichen Austausch.  Die Teilnehmer waren sich einig, dass Holzenergie auch künftig ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, regionalen und unabhängigen Wärmeversorgung bleibt. Entsprechend wird sich der Verband weiterhin aktiv für die Belange der Branche gegenüber Politik, Markt und Öffentlichkeit einsetzen.
4. Februar 2026
Der am Anfang des Jahres großflächige Stromausfall in Berlin verdeutlicht einmal mehr die Abhängigkeit zentraler Lebensbereiche von einer funktionierenden Stromversorgung. Betroffen sind nicht nur zehntausende Haushalte und tausende Unternehmen, sondern auch Schulen, Geschäfte, Tankstellen, Internet- und Mobilfunknetze, Überwachungsanlagen sowie strombasierte Heizsysteme. Auch eine digitale Infrastruktur ist keine Selbstverständlichkeit. Die Stadt hatte zeitweise sogar die Großschadenslage ausgerufen. Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie fragil eine rein strombasierte Energie- und Wärmeversorgung sein kann. Vielen Betroffenen wurde erstmals bewusst, dass auch Fernwärme und Photovoltaikanlagen ohne Strom nur eingeschränkt oder gar nicht funktionieren. Diese Situation macht deutlich: „Versorgungssicherheit und Krisenvorsorge müssen wieder stärker in den Fokus rücken und damit auch eine unabhängige Wärmeversorgung“, so Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V.(HKI) „Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse, Cyber-Risiken, globaler Krisenherde und Sabotageakte oder die regelmäßige Überlastung unserer Stromnetze müssen wir über robuste und unabhängige Backup-Lösungen nachdenken“; betont Kienle weiter. Holzfeuerstätten stellen Grundversorgung sicher Der Verband betont, dass dezentrale, stromunabhängige Lösungen einen wichtigen Beitrag leisten können. Haushalte mit einer Einzelraumfeuerstätte und einem funktionsfähigen Versorgungsschornstein, sind in der Lage, zu heizen, Wasser und Milch zu erhitzen oder einfache Mahlzeiten wie Suppen zuzubereiten und damit auch die Nachbarschaft zu unterstützen. Das entlastet zusätzlich das Krisenmanagement vor Ort. Zumal die Hersteller neben reinen Holzherden, auch Mehrwertöfen mit Backfach und Kochfeld anbieten. Speicherfeuerstätten sind in der Lage mit wenig Brennstoff gespeicherte Wärme über Stunden sukzessive an den Aufstellraum abzugeben. Früher war der sogenannte Vorsorge- bzw. Notschornstein in Deutschland und Österreich Standard. Der Stromausfall in Berlin unterstreicht die Notwendigkeit, das Thema Versorgungssicherheit, Resilienz und Krisenvorsorge neu zu diskutieren. Neben dem Ausbau moderner Energien braucht es auch robuste Backup-Lösungen. Eine technologieoffene Diskussion über Vorsorgeschornsteine und Notwärmelösungen ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Dabei kann eine Feuerstätte als zentraler Baustein der Gebäuderesilienz eine tragende Rolle spielen.
3. Februar 2026
Frei nach dem Motto „Einzeln stark, gemeinsam stärker“ bündeln der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. und der Bundesverband Brennholzhandel und Brennholzproduktion (BBB) ihre Kompetenzen und vertiefen ihre langjährige gute Zusammenarbeit . Mit der Unterzeichnung des Verschmelzungsvertrags am 26.09.2025 durch Oliver Frosch, Präsident des HKI, und Klaus Egly, 1. Vorsitzender des BBB, entsteht eine neue Fachabteilung innerhalb des HKI: „Brennholz & Biomasse“. Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit liegt künftig in der Initiative „Sauberes Holzfeuer“, einem Qualitätszeichen für nachhaltige und emissionsarmes Scheitholz. Es steht für gleichbleibende Brennholzqualität mit klar definierten Standards – unter Berücksichtigung von nachhaltiger Forstwirtschaft, kurzen Transportwegen und regionaler Verfügbarkeit. „Mit dieser Verschmelzung machen wir den nächsten logischen Schritt in Richtung Zukunft. Wir bauen Kompetenzen aus und komplettieren die Mitgliedsstruktur entlang der gesamten Wertschöpfungskette,“ so HKI-Präsident Oliver Frosch. „Zugleich stärken wir das politische und öffentliche Gewicht unseres Verbandes, der nun über 300 Mitglieder aus Produktion, Handel und Veredelung vereint“, erläutert Frosch weiter. Auch HKI-Geschäftsführer Frank Kienle betonte die Bedeutung des Zusammenschlusses: „Mit nachhaltigen und hochwertigen Brennstoffen sowie modernen Verbrennungs- und Abgastechniken tragen wir weiter aktiv zur Klimaverbesserung bei. Wir freuen uns auf die zukünftige Arbeit mit der neuen Fachabteilung Brennholz & Biomasse.“ Derzeit arbeitet der Verband intensiv am Aufbau gemeinsamer Back-Office-Strukturen. Dabei werden bestehende Prozesse gesichtet, organisatorisch angepasst und zusammengeführt. Ein wichtiger Baustein ist das neue HKI-Büro, welches bei der Firma Naturbrennstoffe Kiefer in Leipzig eingegliedert ist und die bisherigen Aufgaben des BBB weiterführt, bis alle Strukturen vollständig in die HKI-Organisation integriert sind. Mit der Verschmelzung entsteht ein noch stärkeres Netzwerk, das Produktion, Handel und Brennstoffaufbereitung vereint – und die Interessen der Branche künftig mit noch größerem Gewicht in Politik und Öffentlichkeit vertritt. Die Verschmelzung wurde zuvor von beiden Verbänden in getrennten Mitgliederversammlungen einstimmig beschlossen. Als nächster Schritt steht nun der Eintrag ins Vereinsregister an. Der HKI besteht seit über 75 Jahren und vertritt mit seinen Fachverbänden Heiz- und Kochgeräte sowie Großküchentechnik ein breites Industriespektrum. Die Holzfachbetriebe befassen sich schwerpunktmäßig mit der Produktion und dem Vertrieb von Scheitholz. Das für die Brennholzproduktion aussortierte Holz aus heimischen Wäldern wird maschinell gespalten und für die ofenfertige Verwendung aufbereitet.
11. November 2025
Wälder sind natürliche Kohlenstoffspeicher und damit zentrale Verbündete im Kampf gegen die Erderwärmung. Viele leiten daraus ab, man solle den Wald möglichst unangetastet lassen, um seine Speicherleistung nicht zu gefährden. Doch genau das greift zu kurz, da Waldbestände mit zunehmendem Alter an Speicherfähigkeit verlieren. Das bedeutet, dass die Zuwachsleistung der Bäume sinkt, und sich das System einer biologischen Sättigung nähert, bei der kaum noch Kohlenstoff aus der Atmosphäre gebunden wird. Zudem verringert sich das Wachstum der Bäume. Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V. hat in diesem Zusammenhang wissenschaftlich fundierte Fakten zusammengestellt, die zeigen: Nicht die Nutzung des Waldes gefährdet den Klimaschutz – sondern der Verzicht darauf. Klimaschutz braucht aktive Forstwirtschaft Wissenschaftliche Auswertungen, etwa von Prof. Dr. Hubert Röder von der Technischen Universität in Straubing, zeigen deutlich: Gerade in Ländern mit hohen Vorratsdichten wie Deutschland oder Österreich stößt der weitere Ausbau der CO2-Speicherleistung des Waldes an natürliche Grenzen. In der forstlichen Praxis bedeutet das: Viele Bestände sind überaltert, instabil und anfällig für Schädlinge oder Sturmschäden. Ein gezielter Vorratsabbau – also die planvolle Entnahme von Bäumen – in Verbindung mit einer aktiven Verjüngung und dem Umbau zu klimastabilen Mischwäldern ist kein Eingriffgegen die Natur, sondern eine Voraussetzung für ihre langfristige Stabilität. Nur so bleibt der Wald als Kohlenstoffsenke erhalten und als ökologisches System stabil. Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung, alte Wälder seien automatisch die besseren Klimaschützer, liegt die höchste CO2-Bindungsleistung bei Bäumen im mittleren Alter – etwa zwischen 20 und 60 Jahren. Junge Bestände nehmen deutlich mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre auf, als alte, bereits gesättigte Waldbestände. Wer heute nachhaltig nutzt, schafft damit Raum für genau jene Baumgeneration, die den Klimaschutz in den kommenden Jahrzehnten trägt. Holz nutzen heißt Klima schützen Nachhaltige Waldwirtschaft endet nicht im Wald, sondern umfasst auch die Nutzung. Holz, das im Zuge der Waldbewirtschaftung geerntet wird, durchläuft in der Regel eine klare Sortierung: Hochwertiges Nadelholz kann zu rund 80 Prozent als Bau- und Konstruktionsholz genutzt werden, bei Laubholz – etwa Buche oder Eiche – liegt der Anteil für Möbel, Parkett oder andere Produkte bei etwa 40 Prozent. Was für die stoffliche Nutzung nicht geeignet ist, fällt als Restholz an – sei es im Wald selbst bei der Durchforstung oder später in den Sägewerken als Verschnitt. Genau dieses Restholz wird als Brennholz, Hackschnitzel oder Pellets energetisch verwertet. Die stoffliche und die energetische Nutzung stehen somit nicht in Konkurrenz, sondern bilden eine gemeinsame Wertschöpfungskette, bei der kein Teil des Rohstoffs verloren geht, und gleichzeitig fossile Energiequellen ersetzt werden können. Zudem verbleiben im Rahmen der nachhaltigen Waldwirtschaft etwa 10 bis 15 Prozent des Restholzes aus gezielt im Wald. Dieses fordert die Humusbildung und Artenvielfallt. Ein weiterer verbreiteter Irrtum besteht in der Annahme, durch die Holzverbrennung entstehe eine sogenannte „Kohlenstoffschuld“, die erst Jahrzehnte später wieder ausgeglichen werde. Dieses Argument greift jedoch nur, wenn man den Wald als Einzelfläche betrachtet. In der Realität ist nachhaltige Forstwirtschaft ein rotierendes System: Während auf einer Fläche geerntet wird, wachsen auf anderen bereits wieder junge Bäume nach. Das CO2, das bei der energetischen Nutzung freigesetzt wird, ist im nachwachsenden Bestand längst wieder gebunden. Die Klimawirkung ist damit zeitgleich, nicht zeitversetzt – eine Kohlenstoffschuld entsteht nicht, die natürliche Senkleistung des Waldes ist weiterhin gewährleistet. Nichtstun ist keine Lösung „Es ist höchste Zeit, mit dem Missverständnis aufzuräumen, dass Nichtstun automatisch Klimaschutz bedeutet“, sagt Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V. „Wer heute auf Nutzung und Pflege der Wälder verzichtet, entzieht dem Wald die Dynamik und riskiert, dass aus einer CO2-Senke eine Quelle wird. Zudem geht der Naherholungseffekt durch die Gefahr des Astbruchs oder umstürzender Bäume gänzlich verloren. Nachhaltige Bewirtschaftung, gezielte Verjüngung und die stoffliche wie energetische Nutzung des Holzes sind keine Gegenmodelle zum Klimaschutz, sondern dessen tragende Säulen für gesunde und stabile Wälder. Nur wer sie verantwortungsvoll nutzt, schützt das Klima dauerhaft.“ Der HKI plädiert daher für eine faktenbasierte Debatte, die Symbolik nicht mit Wirkung verwechselt.
11. November 2025
Unabhängig, schnell und effizient. Diese drei Worte bringen die Anschaffung einer modernen Holzfeuerung auf den Punkt. Wer zum Beispiel ein Drittel seiner Heizenergie mit Holz oder Pellets abdeckt und die vorhandene Zentralheizung entlastet, spart rund 600 Liter Öl und damit knapp zwei Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein. Darauf macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. aufmerksam. Und da der Einbau eines modernen Kamin-, Kachel- oder Pelletofens als Ergänzung für die vorhandene Heizungsanlage dient, sind sowohl der finanzielle als auch der bauliche Aufwand überschaubar. Holz vermeidet Kohlenstoffdioxid aus fossilen Energien Die Rechnung: Ein Wohnhaus mit einer Grundfläche von 120 Quadratmetern benötigt bei einer normalen Bauweise jährlich 1.800 Liter Öl zum Heizen. Wer ein Drittel des Bedarfs mit Holz oder Pellets abdeckt und somit seine vorhandene Zentralheizung entlastet, spart also jährlich rund 600 Liter Öl und damit mehr als 1.800 Kilogramm Kohlendioxid. Denn ein Liter Heizöl erzeugt bei seiner Verbrennung ca. 3,15 Kilogramm Kohlendioxid. In einem 2-Personen-Haushalt senkt jeder rein rechnerisch seinen Kohlenstoffdioxid- Ausstoß um zehn Prozent. Brennholz: Nebenprodukt aus heimischen Wäldern Neben Sonnenkollektoren, Windrädern, Wärmepumpen und Wasserkraftwerken, zählt auch Holz zu den erneuerbaren Energien. Beim klassischen Brennholz ebenso wie bei den heizstarken Pellets handelt es sich um einen klimaneutralen Rohstoff. Im Regelfall wird hierfür Kronen- oder Stammholz verwendet, das qualitativ schlechter gewachsen und daher für andere Zwecke nicht geeignet ist. Bei seiner Verbrennung fällt nur so viel CO2 an, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat und auch wieder abgibt, wenn dieser im Wald verrotten würde. Da das Holz aus deutschen Wäldern gewissermaßen vor der Haustür nachwächst, muss es nicht über weite Strecken transportiert oder verschifft werden. Lediglich bei der Holzernte, der Aufbereitung und dem Transport entstehen geringe Mengen CO2. Ein Blick aufs Ganze Durch die Brennholzverwendung werden gemäß Berechnungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Deutschland jährlich rund 32 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Laut Bundeswaldinventur aus dem Jahr 2024 bedecken unsere Wälder eine Fläche von 11 Millionen Hektar– das ist fast ein Drittel der Bundesrepublik. Trotz der massiven Schäden durch den Borkenkäfer an Fichten und durch Sturmschäden hat der Kohlenstoffvorrat in der lebenden Biomasse im Wald in den letzten 10 Jahren sogar um etwa ein Prozent zugenommen und befindet sich weiterhin auf Rekordniveau. Gut zu wissen: Die Brennholznutzung geht nicht zulasten unserer Wälder. Seit rund 300 Jahren wird in Deutschland eine nachhaltige Forstwirtschaft betrieben. Das heißt, es wird hierzulande weniger Holz geerntet, als nachwächst. Holz aus deutschen Wäldern ist ein regenerativer Rohstoff mit ausgezeichneter Klimabilanz. Daher ist es klimapolitisch sinnvoll, Wälder weiterhin nachhaltig zu bewirtschaften und Holz vielfältig zu nutzen. Darüber hinaus ist Holz ein erneuerbarer Energieträger, der unabhängig von geopolitischen Krisen, längeren Dunkelflauten und Wetterextremen ist und ein wichtiges Backup für mögliche Blackouts darstellt. So rät auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Haushalten mit einer Feuerstätte, grundsätzlich ausreichend Holz für Notsituationen zu bevorraten und empfiehlt moderne Feuerstätten als alternative Wärmequelle. Weitere Informationen unter www.ratgeber-ofen.de.
11. November 2025
Die aktuellen Daten der europäischen Plattform AGSI (Aggregated Gas Storage Inventory) zeigen: Deutschlands Gasspeicher sind Anfang September nur zu rund 73 Prozent gefüllt und damit erheblich geringer als vor einem Jahr: Im September 2024 waren die deutschen Gasspeicher zu 95 Prozent gefüllt. Die Betreiberorganisation INES (Initiative Energien Speichern e. V.) warnte bereits in ihrem Juli-Update, dass bei einem sehr kalten Winter die Vorräte bis Ende Januar erschöpft sein könnten. Eine vollständige Befüllung bis zum 1. November sei in diesem Jahr kaum realistisch. Feuerstätten als krisensichere Energiequelle Sind die Gasspeicher zu Beginn des Winters nur unzureichend gefüllt, steigt bei länger anhaltender Kälte oder einem starken Wintereinbruch das Risiko von Versorgungsengpässen deutlich an. Vor diesem Hintergrund weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V. auf die Bedeutung moderner Einzelraumfeuerstätten als krisensichere und unabhängige Energiequelle hin. Auch das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt zur Notversorgung bei Stromausfällen die Installation einer alternativen Wärmequelle wie einen Kaminofen. Sie liefern sofort verfügbare Wärme, unabhängig vom Gas- oder Stromnetz und können zentrale Heizsysteme in kritischen Phasen entlasten oder ersetzen. Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Nutzung heimischer Brennstoffe: Brennholz und Pellets stammen aus regionaler Produktion und einer nachhaltigen Forstwirtschaft, sie sind kurzfristig verfügbar und lassen sich einfach bevorraten. Wer rechtzeitig vorsorgt, schafft sich eine krisenfeste Wärmequelle für den kommenden Winter. Ergänzende Sicherheit bei Dunkelflauten Deutschland verzeichnete im vergangen Winter, je nach Region, 16 bis 20 Tage Dunkelflaute. Bei sogenannten Dunkelflauten – wenig Sonne und schwachem Wind über mehrere Tage – sind die Stromnetze besonders instabil. Gleichzeitig steigt im Winter der Strombedarf, da zum Beispiel Wärmepumpen bei Kälte mehr Strom benötigen und an Effizienz verlieren. Moderne Holzfeuerungen sind hier eine sinnvolle Ergänzung: Sie arbeiten unabhängig vom Stromnetz, entlasten die zentrale Versorgung und stellen sofort Wärme bereit. „Moderne Einzelraumfeuerstätten bieten mehr als nur Zusatzwärme – sie sichern die Wärmeversorgung, wenn andere Systeme an Grenzen stoßen“, betont Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V. „Sie sind unabhängig, krisensicher und flexibel einsetzbar. In einer Zeit, in der das Energiesystem von vielen Seiten unter Druck gerät, ist diese Eigenschaft wichtiger denn je.“ Der Verband weist darauf hin, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, zu handeln: Händler und Ofenstudios verfügen aktuell noch über freie Kapazitäten. Sie bieten fachliche Beratung von der Planung bis zur Installation. Wer in eine moderne Feuerstätte investiert, hat jetzt und in Zukunft eine unabhängige Wärmequelle in den Wintermonaten.
Brennholzpreis
von michael.herfort 7. Oktober 2024
Pressemitteilung des HKI vom 30.6.23 zum Thema Feinstaubreduzierung HKI unterstützt die konsequente Feinstaubreduzierung im Rahmen der klimapolitischen Ziele und fordert für eine konsequente Markteinführung entsprechende Fördermaßnahmen Die Notwendigkeit der Emissionsminderung im Bereich des Feinstaubs waren und sind bei klassischen Wohnraum- bzw. Einzelraumfeuerstätten ein zentrales Thema und sind auch im verbandspolitischen Kontext immer stärker im Fokus der zentralen Verbandsarbeit. Auch wenn bereits moderne Geräte über einen optimierten Feuerraum mit entsprechender Primär- und Sekundärluftführung sowie über neuste Brennraummaterialien und -geometrien oder auch einer elektronischen Steuerung verfügen, tragen innovative Technologien (sekundäre Emissionsminderung) wie Partikelabscheider und Katalysatoren dazu bei, die (Staub)Emissionen nochmals entscheidend zu reduzieren. Für eine schnelle und konsequente Markteinführung fordert der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) daher entsprechende Fördermaßnahmen. Nur so können notwendige Stückzahlen erreicht und die aktuellen Kosten wirkungsvoll gesenkt werden. Diese Förderung muss sich an Anbieter von Einzelraumfeuerungen mit integriertem Abscheider genauso richten wie an Hersteller von separat angebotenen Abscheidern, die sich im Idealfall auch in bestehende Anlagen nachrüsten lassen. Voraussetzung für eine Förderung – Prüfung nach einer anerkannten Regel der Technik Als Voraussetzung für eine Förderung muss eine vorangegangene Prüfung der Produkte nach anerkannten Regeln der Technik sein. So kann zwar die Bewertung von integrierten Abscheidern im Rahmen der Produkttypprüfung – zumindest was die PM-Masse betrifft erfolgen, aber für separate Abscheider für Einzelraumfeuerungen gibt es keine praktikable technische Regel. Daher treibt der HKI die Standardisierung der Bewertung der Abscheidewirkung solcher sekundären Emissionsminderungsmaßnahmen voran und unterstützt jegliche Bemühungen diese Technik für alle zugänglich und erschwinglich zu machen. Erst damit kann ein Abscheider sicher in das bestehende System eingebunden werden und seine Abscheidewirkung ist sichergestellt. Ohne anerkannte Zulassungsbedingungen und -regeln ist den Herstellern die Möglichkeit genommen, geprüfte und somit sichere Produkte auf den Markt zu bringen. Validierung ist eine Grundvoraussetzung Um also das Emissionsminderungsvermögen bspw. bei elektrostatischen Abscheidern überhaupt bewerten und vergleichen zu können, sind in entsprechenden Normen und/oder technische Regeln sowohl auf nationaler, als auch auf europäischer Ebene, definierte Prüfaufbauten und transparente Prüfverfahren mit entsprechend einheitlichen Prüfkriterien unabdingbar. Nur so können vergleichbare Ergebnisse erzielt werden, auch wenn die Prüfungen von verschiedenen Prüfinstituten durchgeführt werden. Erste Ansätze sind vorhanden bedürfen allerdings unbedingt einer Validierung. Um ein solches Projekt voranzutreiben wäre eine Projektförderung seitens des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) bzw. des Umweltbundesamtes von enormer Bedeutung. Bezahlbarkeit, Betreibersicherheit und Planbarkeit stehen im Mittelpunkt Darüber hinaus ist eine konsequente Nachrüststrategie mit gezielten Investitionsanreizen in Form von Aufklärungs- und Informationskampagnen in Verbindung mit Förderprogrammen wesentlich, um die Benutzer älterer Feuerstätten einen Anreiz zur Nachrüstung zu geben und die nicht ganz unerhebliche finanzielle Mehrbelastung durch die Installation eines Abscheiders abzufedern. Die Förderung sollte die Kosten der zusätzlichen Emissionsminderung also weitgehend kompensieren und eine ökologische Lenkungswirkung bei den Betreibern erzielen. Auch wenn sich das Problem der Luftverunreinigung durch Staubemissionen aus der Holzverbrennung durch die Einführung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) in den letzten Jahren deutlich reduziert hat, ist es richtig und wichtig auf dem Gebiet der Emissionsminderung weiterhin für Entlastung zu sorgen. pdf zum downloaden: PM_Partikelabscheider_HKI Forderung nach Förderung_06_2023
Kamin
von michael.herfort 7. Oktober 2024
Es gibt so viele gute Gründe, mit den Besuchern Ihrer Website zu kommunizieren. Informieren Sie sie über Verkaufsaktionen und neue Produkte oder halten Sie sie mit Tipps und Informationen auf dem Laufenden.
Warnung Betrug
von michael.herfort 7. Oktober 2024
Der Bundesverband Brennholzhandel und Brennholzproduktion e.V. warnt vor Betrug beim Online-Brennholzkauf.