Lässt Sturmholz die Holzpreise sinken?

Manch ein Brennholzkunde liest oder hört diese Meldung, die derzeit von allen Medien verbreitet wird, mit Verwunderung. Ein Blick auf seine Brennholzrechnung sagt ihm etwas gänzlich Harvesteranderes: Der Brennholzpreis ist keinesfalls gesunken, sondern in manchen Regionen sogar gestiegen. Wie ist das zu verstehen?

Der am 18. Januar über Deutschland wütende Sturm „Frederike“ hat alleine in Niedersachsen mehr als 950.000 Festmeter Holz umgeworfen. Bei dem Holz hat es sich bis auf ganz wenige Ausnahmen um Nadelholz gehandelt. In ganz Deutschland begann man sofort mit der Aufarbeitung der Sturmschäden, um einen noch größeren Schaden durch den Borkenkäfer zu verhindern. Bei aller Mühe ist dies leider nicht gelungen, darum sind alle verfügbaren Erntemaschinen zur Beseitigung des Käferholzes Borkenkäfereingesetzt, um weitere weitreichende Schäden durch den Käfer zu verhindern. Zusätzlich zu dem Sturmholz drängt das Käferholz jetzt auch noch auf den Markt. Geschätzt ist dies mindestens noch einmal die gleiche Menge wie das Sturmholz.

Das Überangebot an Nadelholz, wie Fichte, Tanne, Douglasie oder Lärche, lässt natürlich die Preise für diese Sortimente drastisch in den Keller rutschen.
Unberührt von diesem Preisverfall sind unsere klassischen Brennholz -Sortimente wie Buche, Eiche oder Esche. Durch die Bündelung der großen Erntemaschinen im Nadelholz kann es regional sogar zu Lieferengpässen im Laubholz kommen, was dann in der Regel Preissteigerungen nach sich ziehen würde.