Feinstaub

Wer glaubt, dass er mit dem Betreiben seines Kaminofens etwas gutes für die Umwelt tut, der irrt gewaltig. Das ist jedenfalls die Meinung der Deutschen Umwelthilfe. Längst hat sich diese Organisation die Einzelfeuerstätten als den übelsten Umweltverschmutzer überhaupt erkoren, noch vor der Industrie und dem Straßenverkehr. Dabei bezieht sich die Deutsche Umwelthilfe auf die Rußpartikel in Europa, wonach die Einzelfeuerstätten für über 50 % an der Gesamtbelastung verantwortlich sind. In Deutschland sieht die Realität allerdings wesentlich freundlicher aus. Demnach sind nach eigenen Angaben der Deutschen Umwelthilfe die Haushalte mit lediglich 10 % an der gesamten Feinstaubbelastung beteiligt. Ähnliche Werte hat das Bundesumweltamt veröffentlicht. Dabei muss man allerdings betonen, dass bei den Partikeln PM2,5 der Anteil an der Schadstoffbelastung mit je ca: 30 % von Industrie, Haushalten und Verkehr nahezu gleich ist. Die vom Umweltbundesamt veröffentlichten Zahlen dokumentieren zudem recht anschaulich den Rückgang der Feinstaubbelastung in den Jahren von 1995 bis 2015 mit über 48 % .
Alles im Lot, könnte man meinen. Man ist doch letztendlich auf dem richtigen Weg. Die Messungen lassen dies zumindest vermuten. Warum dann die Panikmache durch die deutsche Umwelthilfe?

  • Aussagekräftige Label und Messverfahren voranbringen, die saubere Anlagen kennzeichnen
  • Alternativen zum Heizen mit Holz aufzeigen und fördern
  • Ambitionierte gesetzliche Vorgaben auf den Weg bringen

Dies sind nur drei Forderungen und Ziele, die sich die Deutsche Umwelthilfe auf die Fahne geschrieben hat. Darüberhinaus werden europaweit, also auch in unserem Land, folgende Forderungen aufgestellt:

Verbesserung von Verbraucherinformation und Transparenz durch anspruchsvolle Umweltzeichen, verpflichtenden Herkunftsnachweis für Brennholz und lokale bzw. nationale Informationskampagnen.

Strenge Grenzwerte für neue Holzfeuerungsanlagen. Existierende gesetzliche Vorgaben müssen zügig umgesetzt werden. Zudem müssen mehr Kapazitäten und wirksame Strukturen für die Marktüberwachung geschaffen werden.

In hoch belasteten Gebieten sollte die Installation und Nutzung von Feuerungsanlagen, die mit Biomasse (Holz) betrieben werden, auf nachweislich saubere Anlagen beschränkt oder verboten werden.

Liebe Verbraucher, wir vom Bundesverband Brennholzhandel und Brennholzproduktion e.V. möchten die Ambitionen der Deutschen Umwelthilfe zunächst unkommentiert lassen. Machen Sie sich selbst ein Bild, immer vor dem Hintergrund, dass die Deutsche Umwelthilfe mit Abmahnungen an die Wirtschaft ca: 2,5 Millionen Euro, also gut ein Drittel ihres Jahresetats, erwirtschaftet.

Wir vom Verband verschließen uns keineswegs der Feinstaub-Problematik und die Eingrenzung der Luftbelastung durch die Rußpartikel aus dem Betreiben von Einzelfeuerstätten ist uns wichtig. Eine drastische Reduzierung der Umweltbelastung wird alleine dadurch erreicht, wenn man die Kaminöfen fachmännisch bedient und zur Beschickung nur geeignetes Brennholz verwendet. Um dies zu erreichen, schulen wir regelmäßig unsere Mitglieder, halten ständig Kontakt mit anderen Organisationen und der Wirtschaft und betreiben wie in diesem Fall aktive Verbraucherinformation.
Nachfolgend können Sie sich über die veröffentlichten Links direkt über die Aktivitäten unserer Regierung und der Deutschen Umwelthilfe informieren.

https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2014/04/2014-04-16-feinstaub.html

https://www.duh.de/cleanheat/

 

Quelle: Umweltbundesamt